England 1993
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könnt ihr mit uns endlich digital unsere historische Reise nach England nacherleben!
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gefahrene km: 2700 Maria Veen – England und zurück
verbrauchte l : 1.090
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Montag, 30. August
Dagmar fuhr in aller Frühe nach Bad Vilbel, um unser fahrbahres Domizil zu holen. Sie kam noch abends nach Maria Veen, um es vorzustellen und teilweise zu beladen.
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![]() In Frankreich war es nicht leicht, den Weg nach Calais zu finden, aber wir schafften es und trafen gegen 22.00 h an der Fähre ein. Nach kurzer Pause ging es gegen 2.00 h an Bord (Einweisung klappte vorzüglich). |
Dienstag, 31. August
Nach weiteren Packereien ging es um 13.00 h los. Nach mehreren kurzen Stops (Tanken und Pillennehmen + Pusten) in Deutschland ging es durch Belgien, das auch streckenweise Baustellen hatte. Eine extrem enge Stelle und eine dort sehr dumm aufgestellte Markierung zerlegte unseren rechten Außenspiegel in mehrere Teile, die uns aber erhalten blieben.
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Mittwoch, 1. September
In Dover angekommen, suchten wir eine Möglichkeit, den Rest der Nacht zu verbringen, und fanden sie erst in Folkstone, in dem nächsten Ort nach Dover. Für die Zeit vor 8:00 h und für disabled war der Platz frei, aber leider waren wir zu lang und bekamen ein Strafmandat über 50 Pfund (30 Pfund bei Sofortzahlung). Man riet uns, schriftlich die Lage zu erklären. Wir brachen schnell auf, parkten und frühstückten mit Meerblick und tankten zum ersten Mal 4star. Dann ging es ab nach Westen über enge Straßen und enge Orte. Unseren ersten Campingplatz fanden wir auf Carter's Farm,wo wir uns von den Strapazen der ersten Nacht erholten und langsam anfingen, System in unser Wohnmobil-Leben zu bringen. Dagmar schlief im Zelt. |
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![]() fanden die St. Clement's Church durch Zufall, die ich vorher schon auf der Postkarte so interressant gelegen fand, Monika kaufte ein Indien-Hemd, Dagmar eine Jeans für Kerstin oder Michaela und einen kleinen Afghanen aus Porzellan. Dann fanden wir den Bahnhof nur unter sehr großen Mühen und beschlossen, dort zu nächtigen. |
Donnerstag, 2. September Frühstück draußen bei strahlendem Sonnenschein und dann Fahrt nach Hastings, wo wir einen neuen Außenspiegel oder eine andere Lösung finden wollten. Nach etwas ungezielter Fahrt (gleichzeitig sightseeing) fanden wir Ford, aber keinen Spiegel. Den bekamen wir bei Car Crazy (zum Kleben) und parkten vor dem Bahnhof St. Leonhard. Von da aus erkundeten wir den Ort, den Strand (Seafront) mit viel Getöse,![]() |
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Dagmar versuchte nach Mitternacht nochmal, einen Parkschein bzw. eine Bezahlquittung zu ziehen, aber das mißlang, und so schliefen wir etwas unruhig. |
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Auf der Strecke nach Bristol wurde gefrühstückt. In Brighton genossen wir wieder die rummelige Promenade und gingen dann ins Sea World (aus viktorianischer Zeit), das in uralten Gemäuern untergebracht ist.
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Sensation war ein Unterwasser-Tunnel, wo über die Köpfe der Besucher kleine Haie, Rochen und zwei Taucher hinwegschwammen. Danach aßen wir (Monika und ich unsere ersten) Fish + Chips und waren gar nicht so begeistert. Dann ging's über Land, an Arundel vorbei, und nahmen außerhalb von Salisbury einen schönen Campingplatz an einer Rennbahn. Erste Versuche mit Entsorgung und Stromanschluss (gelungen). |
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Samstag, 4. September Schon wieder Frühstück in der Sonne. Bis wir alles erledigt hatten und ich wieder an Bord war, hatte ich mir doch tatsächlich einen Sonnenbrand zugezogen. In der Sonne von Stonehenge glühte ich schon vor mich hin. Die Riesensteine waren schon beeindruckend in Größe und Rätselhaftigkeit.Dann fuhren wir zurück nach Salisbury und wollten die Kathedrale besichtigen, doch die war geschlossen wegen eines Konzerts am Abend. Also wanderten wir zurück zu unserem Parkplatz und kauften unterwegs Pizza und Lasagne. Dann beschlossen wir, an Ort und Stelle zu nächtigen.
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Kurz nach Mitternacht beschlossen Dagmar und ich, den Gottesdienst um 10 Uhr zu besuchen. Also standen wir mal früh auf und gingen wieder durch die kleinen, schon geschäftigen Straßen zur Kirche. Dort wurden wir sehr höflich zum Platz geleitet und gefragt, ob wir kommunizieren wollten. Man hätte mir die Kommunion auch zum Platz gebracht. Dann „genossen“ wir den Gottesdienst, Ritus ziemlich katholisch, und die Predigt eines farbigen Amerikaners, der bewußt sehr langsam und deutlich sprach. Das Gesamte war sehr beeindruckend durch den Chor in der Mitte der Kirche, die Architektur (einfach riesig) und vorne die blauen Glasfenster. Nach dem Gottesdienst gingen wir noch in den dazu gehörigen Shop und Kreuzgang und danach wieder zurück über den Markt, der jetzt Flohmarkt usw. war (Family Fun Day). Dagmar kaufte Pflaumenmarmelade zugunsten der lurchers (streunende? herrenlose Hunde). Nach kurzem Kebab-Imbiß ging es wieder los in Richtung Westen, und wir nahmen den Campingplatz Peter Travy bei Tavistock. |
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Wir verließen den Platz und kauften in Tavistock kurz ein (großes Wendemanöver auf dem Parkplatz) und fuhren dann in Richtung Daartmoor. Auf einem Parkplatz stiegen wir aus und gingen etwas querfeldein: härteres Gras mit stacheligen gelben Blumen und vielen Schafen. Der Wind war sehr stark (Wintermantel!), die Landschaft kärglich schön. Weiterfahrt durch Princetown (Gefängnis) und Weide-Landschaft mit Schafen, Lämmern, Rindern und Pferden, eingezäunt durch cattle grids. |
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Nach langer Fahrt landeten wir in Newquay an der Fistral Beach, wo wir im Licht der untergehenden Sonne (leider ohne sie zu sehen) den Surfern in der leichten Brandung zusahen und Tortellini aßen. Die heimkehrenden Surfer rieten uns, dort nicht zu nächtigen (Polizeikontrolle, lb. 25 Strafe). So fuhren wir in der Dunkelheit doch noch den Travella Park an. | |
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Dienstag, 7. September O Graus! Schon in den ersten Morgenstunden hörten wir es: Regen, und zwar kräftig. Da bot sich ein Fahr-Tag an (und weil die Küsten-Orte laut Reiseführer alle schrecklich steil und eng sind). Also brachen wir auf in Richtung Taunton (Exmoor). Vorher noch zur Bank, wobei wir bei der Parkplatzsuche eine Betonpfeiler–Abgrenzung des Parkplatzausgangs mit dem Radkasten streiften (kaum zu sehen). Dann machten wir uns auf den Weg entlang der nicht immer hilfreichen Beschilderung und folgten in Höhe Exmoor der Beschilderung: Black Cock, Family Pub und Campingplatz. Es ging wirklich landeinwärts, die Straßen wurden immer enger, und dann waren wir da. |
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Platz, sogar mit Strom, aber sonst eher bescheiden und relativ teuer. Bezahlt wurde im Pub, wo wir auch zu Abend aßen (ich Jacket Cheese-Bacon, Dagmar Ham + Eggs, Chips, Monika Quiche mit Mushrooms + und Ham usw.). Dagmar und ich tranken Red Apple Cider, Monika „Euro-Fizz“-Lager mit Schuß Cola, letzeres paßte dem Wirt gar nicht, in England soll man englische Sachen trinken, Kommentar einer Besucherin: He's not a racist, but he's very political“. Sprüche gegen Maastricht hingen überall. |
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Mittwoch, 8. September Am nächsten Morgen (?) ging es in Richtung Exmoor auf einer kleinen Straße, die nach einer Dorfkreuzung so eng wurde, dass wir rückwärts zurückfahren mußten (Passant: „You are lost, aren't you?“ und nach Anweisung weiterfuhren. Exmoor Nationalpark war wunderschön, Heidelandschaft mit blühender Erika mit Farn und natürlich Schafen. Die Fahrerei wurde dann doch extrem, entgegenkommende Fahrzeuge mußten rückwärts in Mini-Parkbuchten fahren. |
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| Nach längerem Suchen mit heftigem Regen fanden wir Taunton und somit das Ende der extremen Schmalspurstraßen. Dann ging es auf dem Motorway 4 (wir im Geschwindigkeitsrausch) über Bristol weiter nach Stratford-upon-Avon. Auf Quartiersuche gerieten wir auf den Parkplatz der Royal Shakespeare Companie (RSC) Abteilung Fundus/Dekorationen (glauben wir jedenfalls). Wir nahmen es als Wink und schlugen unsere Zelte auf. Nachts wurden wir von Krach gestört, der sich als Gleisarbeiten herausstellte. | ![]() |
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Donnerstag, 9. September Frühstück noch vor der RSC; doch als es dort belebter wurde, fuhren wir in die Stadt und suchten nach Shakespeare. Sein Geburtshaus besichtigten wir nur von außen, aber das seines SchwiegersohnesHall‘s Croft, auch von innen, wo wir eine einleitende Führung mitbekamen und viel lernten über das damalige Leben bei armen und reichen Leuten. Alles war sehr liebevoll hergerichtet (flowers for William), der Garten hinterm Haus wundervoll gepflegt und üppig blühend. Wir aßen in Susannah's pantry (Tochter von Shakespeare) und gingen dann zur Trinity Church, wo S. getauft, verheiratet und begraben wurde. Kirche ist nicht symmetrisch, wurde von einem Kirchenwächter symbolisch gedeutet. Anschließend kamen wir an den Theatern vorbei; aus einem ertönte Julius Cesar. In einem Total-Ausverkauf-Laden erstanden Dagmar und Monika ein T-Shirt zu je 5 Pfund. Dann ging es nach Oxford, wo wir in einem Gewerbegebiet einen Parkplatz für die Nacht fanden. |
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Freitag, 10. September Am frühen Morgen wurden wir von parkenden Autos rechts und links „eingekreist“ und zogen es vor zu verschwinden. Wir landeten auf einem Parkplatz und wieder vor dem Problem, ob wir Auto, Laster oder Bus waren, und entschieden uns, als PKW auf dem Bus-Platz für 4 Std. für 3 Pfd. zu parken. Erst frühstückten wir, zogen dann einen Parkschein mit police notice-Ergänzung und gingen in die Stadt. Die Touristen-Information war nicht sehr hilfreich; und so starteten wir auf eigene Faust. Das nächstliegende College war Christ College, wo wir von einem alten Mann stufen – und kostenlos eingelassen wurden. Über einen Innenhof ging es in die Kathedrale, wo wir freundlich von einem älteren Herrn empfangen und durch die Kirche geführt wurden. Er war Experte in Kirchenfenstern und Fan der „Pre-Raffaelians“ des 19. Jahrhunderts. Es war alles furchtbar interessant, und wir kamen uns sehr ungebildet vor. |
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Dann ging es zum New College, wo wir uns per gedruckter Kurz-Erklärung selbst führen mussten. Man konnte in die Treppenhäuser der Studenten-Wohnheime sehen (sehr winzig, aber „private“). In der Kirche war ein uralter Bischofsstab (12. Jahrhundert) und ein original El Greco ohne besondere Sicherheitsmaßnahmen. Wir bewunderten englische Rasenpflege (ca. 2mm wurden abgeschnitten) und die Kantenmaschine. Dann mußten wir zum Parkplatz zurück (4 Std. abgelaufen) und aßen dort eine Kleinigkeit. Dann wollten wir in den botanischen Garten, der war aber schon geschlossen, und so gingen wir noch ins Magdalen College und noch einmal zur Christ Church, wo wir einen Abendgottesdienst mit wunderschönem Gesang erlebten. Dann gingen wir zurück in steifer Brise und suchten einen Campingplatz außerhalb Oxfords in Richtung Süd-Ost. Eine Beschilderung führte zu nichts, der in Wallingford konnte nur durch mehrmaliges Hin- und Her und und Fragen gefunden werden. Da war es schon 21 h, und bei uns wurde es dann noch viel später. | |
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Samstag, 11. September |
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In der Nähe fand wohl ein Flugtag der R.A.F. statt, denn es brauste und donnerte ganz schön über uns hinweg; und auch später bei der Weiterfahrt durften wir es noch genießen. Wir brachen erst nachmittags in Richtung London auf und machten erst einmal eine kleine Stadtrundfahrt (Concorde gesehen) mit leichtem Abendrot hinter Big Ben und unheimlich viel Betrieb überall. Dann suchten wir uns ein nächtliches Domizil und fanden es in einem Industriegebiet nahe einem 'Ecological Park' an einer Kirche bei einem offenen Auto mit halb geöffnetem Fenster und Kindersitz und -spielzeug hinten (alles sehr verdächtig und mysteriös). Schnecken knisterten mit oder auf Papier. |
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Sonntag, 12. September
Zuerst schien ja noch die Sonne. Wir parkten als Bus am Hyde Park und wollten
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Montag, 13. September Zu Beginn wieder mal Sonnenschein, dann Schauer und äußerst wechselhafte Bewölkung. Erster Einsatz des Fahrrades: Einkauf und Kartenbestellung für ein Konzert der Corrington Singers: Bruckners Te Deum und Beethovens 9. Sinfonie mit Chor in der Royal Festival Hall. Wir fanden dort einen Parkplatz direkt am Eingang und gingen von dort aus im beginnenden Regen an Big Ben vorbei, der freundlicherweise 4 Uhr schlug, und zur Westminster Abbey, die voller Touristen war. Viele Gedenksteine und Grabplatten, unbekannter Soldat (1914/18), Livingstone. Der Hauptteil kostete 4 Pfd., wir konnten aber um 17 Uhr zum Evensong kostenlos rein. Es sang der hauseigene Knabenchor. Anschließend wieder zurück zur Royal Festival Hall, wo wir schnell aufgebratene Nudeln aßen und ins Konzert eilten. Man machte uns 3x darauf aufmerksam, daß die elektrische Tür der Behinderten-Toilette nicht schloß. Das Konzert war prima, der Saal sehr schön,die königliche Loge natürlich nicht besucht. In der Pause gingen wir auf den Balkon und bewunderten mal wieder Big Ben und andere angestrahlte Gebäude. Wir waren um 11.30 p.m. wieder auf dem Campingplatz. |
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Dienstag, 14. September Sehr lange geschlafen. Wetter wie üblich früh mit Regen, kombiniert mit Sonnenphasen. Wir beschlossen, einen ruhigen Tag zu machen. Nachmittags machten erst Dagmar, dann Monika eine Fahrrad-Tour durch die nähere Umgebung (Crystal Palace u.ä.) und kauften etwas ein, Monika endlich wieder Aufschnitt nach deutscher Art. Abends gingen Dagmar und ich in einen Vortrag über Emile Zola und seine Besuche in London / Crystal Palace: viele Uralt-Fotos, die fast alle koloriert werden konnten. Veranstalter: Cristal Palace Foundation. Es fand im einzig erhaltenen Rest des Cristal Palace statt, der heute Museum ist. Der Christal Palace brannte 1936 ab. |
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Mittwoch, 15. September Sonnenschein und Frühstück draußen! Heute stand Schloss Windsor auf dem Programm. Wir fuhren hin und besichtigten die State Apartments, die vom Glanz und Reichtum des vergangenen Empire zeugten, und sahen auf Fotos die Schäden des Brandes am 20. November 1992. Die St. George‘s Chapel war schon geschlossen, also warteten wir noch ein bißchen und gingen zum Eve Song (Wednesday ohne Chor) und konnten uns so die beeindruckende Kirche doch noch ansehen. Wir wurden herein-und herausgeleitet von einem freundlichen Geistlichen, der eine Tochter in Münster hat. Nach dem Touristenrummel ist der Ort wie ausgestorben; wir hatten etwas Schwierigkeiten, das Auto wiederzufinden. Die Faht zurück dauerte sehr lange, wir legten wohl auch unbeabsichtigt einen Umweg ein. In Crystal Palace suchten wir nach einem take-away-Chinesen. Dagmar klappte dabei einen fremden Außenspiegel ab, aber folgenlos. Auf dem Campingplatz bekamen wir wir dann die Karten für das Konzert morgen abend von unserem Nachbarn (Amerikaner, Cliff), der sie uns freundlicherweise mitgebracht hatte. |
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Donnerstag, 16. September Als erstes schlugen wir den Weg nach Harrods ein. Wir fanden in einer Seitenstraße einen Parkplatz am einfachen gelben Streifen (police notice ins Fenster) und gingen shopping: u.a. Handschuhe, Bücher, einen Pfannenheber – wenn auch nicht der original gesuchte -, Pralinen. Wir bewunderten die Dekorationen und Wand- und Deckenkacheln von ungefähr 1900. Dann fuhren wir nach St. Paul's und parkten wie gehabt. In der Kirche (kleiner Aufzug) trennten wir uns. Monika ging in Richtung Aussichtsturm, wohin sie wegen des fehlenden Eintrittsgeldes von einem Mann verfolgt wurde. Dagmar und ich wandelten durch eine Ausstellung „St. Paul's und das Königshaus“ o.ä. und wurden von einem freundlichen Herrn zum Aufzug in die Krypta gebracht, die eine Gedenkstätte und Kapelle hauptsächlich fürs Militär ist, aber auch Modelle der Kirche enthält. Plötzlich (noch in der Kirche) ertönten im allgemeinen touristischen uniformen Gemurmel eine unglaublich dröhnende Mikrofon-Stimme, die zum Innehalten und Stillwerden aufrief und dann ein Gebet sprach. Schrecklich! |
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Wir hatten immer noch kein Strafmandat wegen Falsch-Parkens und faßten so den Mut, direkt am Trafalgar Square zu parken. Während der Salat bereitet wurde, saß ich noch vorn beim Pusten und wurde ganz merkwürdig von einem Chauffeur gemustert. Nachdem er sein Auto per Lift in die Tiefgarage gebracht hatte, musterte er mich weiter, kam auch bis an die Tür und holte einen anderen, der auch komisch guckte. Dagmar fragte sie dann, ob wir hier parken dürften. Sie sagten ja und und verschwanden. Sie hatten wohl befürchtet, ich würde narkotisiert o.ä., hielten uns dann aber wohl für harmlos. Nach unserem Abendessen im Verkehrsgewimmel vom Trafalgar Square und mit den letzten Sonnenstrahlen gingen wir dann zum (hauptsächlich) Vivaldi-Konzert zu St. Martin in the Fields. Unbequeme Bänke und schreckliche Luft, aber wunderschön. Zur Pause gingen wir dann „frische Luft“ schöpfen vor die Kirche – direkt neben dem 4spurigen Verkehr. Nach dem Konzert wollten wir die Rampe benutzen, deren Ende aber verstellt war. Immerhin ein paar Stufen weniger! Danach ein letztes Mal zurück zum Crystal Palace. | |
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Freitag, 17. September Nach dem Frühstück nahm ich ein letztes wohltuendes englisches morgendliches Sonnenbad (gegen Mittag), und dann ging's los in Richtung Dover über Canterbury. Dort wurde Monika beglückt durch den Kauf einer Hose und ich enttäuscht dadurch, daß die Kathedrale geschlossen war. Aber es war ein sehr sonniger Tag (mit sehr kaltem Wind), der mir noch ein wenig Farbe brachte. Nach einem letzten Sonnenbad auf dem lauschigen Parkplatz neben einem riesigen Altpapiercontainer fuhren wir nach Dover, wo wir den dockseigenen Parkplatz anstrebten, den es aber nicht gab. Stattdessen waren wir plötzlich durch die Paßkontrolle und wurden von einem P+O-Mann auf einem Schleichweg wieder herausgeleitet. Also suchten wir nach alter Tradition wieder einen örtlichen Parkplatz auf, wo wir – im Hintergrund das angestrahlte Dover Castle – erst indisch aßen und dann noch ein paar Stunden bis 1.00 h schliefen. |
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Samstag, 18. September Wir waren schon kurz vor 2.00 h in lane 5 und warteten, bis wir wieder an Bord gewinkt wurden. Wir bekamen „all the time you need“ zum Aussteigen und fuhren mit dem Lift nach oben. Wir vertrieben uns die Zeit mit Dagmars neu erworbenem Reise-Monopoly, ich genehmigte mir einen im duty-free-shop gekauften Sherry. Am Ende der ruhigen Überfahrt hielt mich jemand für Dagmars Bruder, und dann ging es wieder an Bord unseres eigenen Schiffes. Wir fuhren durch Frankreich im Nebel, erlebten einen nebulösen Sonnenaufgang in Belgien, verfuhren uns dort (oder wurden verführt) und nahmen dann den Weg Richtung Holland. Gegen 10.00 h machten wir große Frühstückspause, gegen 13.00 h tankten wir wieder in deutschen Landen, und kurz vor 15.00 h waren wir wieder in Maria Veen. Riesige Aus- und Umpackmanöver. Abschied, und ich war nur noch k.o. und glücklich über die ganze Reise. |
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